„Ohne Wasser, merkt Euch das, wär' uns're Welt ein leeres Fass.“
(aus der Oper „Der Wasserträger“ von Luigi Cherubini, Paris, 1800)
Dem Kalender, den die SLM GmbH und die Aqualytis GmbH für das Jahr 2026 gemeinsam gestaltet haben, entstammen die folgenden Bilder. Diese Bilder wurden entweder eigens für den Kalender von der Berliner Malerin Renée König entworfen oder entstammen ihrer Galerie, in der es viele Bilder gibt, die in unterschiedlichster Weise das Wasser zum Thema haben. Die Künstlerin schreibt dazu:
„Der Prozess des Malens ist der eigentliche Antrieb. Sich mit einem Thema auseinander zu setzen, ist sehr spannend. Es fordert mich ganz. Ausgehend von einer mich faszinierenden Idee entwickelt sich das Bild nie wie geplant. Im Abgleich mit der ursprünglichen Vorlage durchlebe ich widersprüchliche Emotionen. Eine Eigendynamik lasse ich mal erfreut zu, mal nicht. Oft will ich zwischenzeitlich aufgeben. Aber gerade der stetige Vergleich mit dem Ursprung ermöglicht mir ein tieferes Eindringen und neue Erkenntnisse zum jeweiligen Thema. Zufrieden bin ich erst, wenn das Bild anfängt, mit mir zu sprechen, wenn ich eine Seele spüre.“
» Spreeblick «

In Berlin durchfließen die Flüsse Spree, Dahme und Havel eine Strecke von 89 km. Die insgesamt rund 400 Kilometer lange Spree entspringt im Südosten von Sachsen und mündet in Spandau in die Havel.
Im Land Brandenburg kommen zu den drei Flüssen aus Berlin noch die Schwarze Elster und die Nuthe hinzu. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Spree-Havel betreut Wasserstraßen von insgesamt 850 km Länge. Die Kanäle in Berlin haben dabei eine Gesamtlänge von 67 km. Kleinere Nebenwasserläufe wie Panke, Fredersdorfer Fließ, Tegeler Fließ, Landwehrkanal und Nordgraben sind insgesamt ca. 75 km lang. Im Land Brandenburg gibt es weitere Kanäle und Gräben wie den Elbe-Havel-, den Finow-, den Oder-Havel-, den Oder-Spree- und den Storkower-Kanal. Auch Seen sind in Berlin und Umgebung reichlich vorhanden. Der größte Berliner See ist der Müggelsee und der schönste See im Brandenburger Land ist der Liepnitzsee.
» Müggelsee «

Segeln kann als olympische Wassersportart neben Kanu, Stand-Up-Paddling und Wake boarding sehr gut auf dem größten See Berlins, dem Müggelsee, aber auch auf anderen Gewässern in Berlin und Brandenburg trainiert werden. Hier ist ebenfalls der Freizeitsport, ohne Leistungsdruck möglich.
Die SLM GmbH fördert junge Seglerinnen und Segler, die sich in Ausbildung, Studium oder in der Promotionsphase befinden und diese erfolgreich und fristgerecht abschließen wollen, aber gleichzeitig ihre Ambitionen, die Schnellsten auf dem Wasser zu sein, nicht aufgeben möchten. Wir unterstützen Sportlerinnen und Sportler finanziell, damit sie ihre Reisen zu den Regattagebieten, das Segelequipment und die Ausrüstung, Startgelder und Unterbringung finanzieren können. Wir unterstützen ebenso Projekte, bei denen der Leistungssport nicht im Fokus steht, sondern das gemeinsame Freizeitsegeln. Die jungen Erwachsenen können sich in ihrer jeweiligen finanziellen Lage (noch) kein eigenes Boot leisten.
» Stechlinsee «

Trinkwasser kann auf verschiedene Art und Weise gewonnen werden. In Berlin wird das meiste Trinkwasser aus Grundwasser gewonnen, das über Brunnengalerien in die Wasserwerke gefördert wird. Uferfiltrat ist versickerndes Oberflächenwasser, das auf seinem langen Weg durch die Bodenschichten natürlich gereinigt wird. Unten angekommen, fließt es der Stelle zu, wo es Grundwasserbrunnen aus der Erde fördern. Deshalb liegen die meisten Berliner Wasserwerke in Wasserschutzgebieten an den Ufern von Spree und Havel. Quellwasser wird häufig zur Herstellung von Getränken und Lebensmitteln oder im Gesundheitsbereich zur Heilung von Krankheiten genutzt. Talsperrenwasser wird häufig in den Wasserwerken der Gebirgsregionen als Trinkwasser aufbereitet.
» Im Labor «

Trinkwasser gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel bei uns in Deutschland. Um die vorzügliche Qualität des Berliner Trinkwassers jetzt und in Zukunft zu sichern, wird es täglich und engmaschig an jeder Stelle des Trinkwasserkreislaufs – im Boden, in den Brunnen, in den Wasserwerken untersucht. Die Kontrolle beim Verbraucher übernehmen akkreditierte (zu gelassene) Trinkwasseruntersuchungsstellen.
In die Trinkwasserkreisläufe nach dem Wasserwerk können durch Undichtigkeiten oder Brüche im Rohrleitungssystem und lange unbenutzte Wasserentnahmestellen (Hähne) Mikroorganismen z.B. aus dem Erdreich in das Wasser eindringen und es verschmutzen. Es können damit Erkrankungen wie Cholera, Typhus, Polio, Meningitis, Hepatitis A und E, und (Ruhr)-Durchfall übertragen werden. Chemische Parameter wie Blei, Nitrat, Pestizide oder Arsen werden nicht vom Körper ausgeschieden und können giftig sein, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden.
» Wasser-Wunderwelt «

Für erkrankte Menschen, die z.B. Injektionen oder Tropfen benötigen, an der Dialyse behandelt werden müssen sowie für sensible chemische oder biologische Analysen oder die Reinigung von Medizinprodukten nach der Herstellung muss das Trinkwasser nochmals chemisch oder thermisch behandelt werden, um alle Rückstände restlos zu entfernen. Dabei kommen unterschiedliche Prozesse wie Filtrieren, Erhitzen, Osmose u.ä. zum Einsatz und es entstehen demineralisierte, destillierte, vollentsalzte, pyrogenfreie, sterile oder Dialyse- Wässer (WfI = water for injection). Auch diese werden auf die Einhaltung aller Qualitätskriterien geprüft und dürfen erst nach dem Vorliegen des Prüfergebnisses als solche bezeichnet werden.
» Abendträumerei «

Im Jahr 1976 trafen sich in Philadelphia (USA) etwa 4400 Delegierte der amerikanischen Legion gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden zu ihrem 58. Kongress. Nach dem Treffen stellte man fest, dass eine „Seuche“ unter den Legionären grassierte, die hauptsächlich Lungenerkrankungen verursachte. Es wurde stäbchenförmige, nicht sporenbildende, bewegliche und im Wasser lebende Bakterien nachgewiesen, die sehr anspruchsvoll sind und mit den üblichen Farbstoffen unter dem Mikroskop nicht sichtbar gemacht werden können. Das Bakterium ist in der Umwelt weit verbreitet, wurde jedoch vor der Erkrankung der Legionäre nicht nachgewiesen. Man gab ihm den Namen Legionella pneumophila.
Die Trinkwasserverordnung schreibt eine regelmäßige Untersuchungspflicht auf Legionellen in Anlagen vor, die zur Trinkwassererwärmung dienen und bei denen das Wasser (z. B. beim Duschen) vernebelt wird. Öffentliche Betreiber von Großanlagen zur Trinkwassererwärmung wie Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Hotels und Pflegeheime sind verpflichtet, einmal jährlich an mehreren repräsentativen Probenahmestellen auf Legionellen untersuchen zu lassen. Für Besitzer/Vermieter von Mehrfamilienhäusern, Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen beträgt das geforderte Untersuchungsintervall drei Jahre.
Sowohl die Probenahme als auch die Analyse müssen durch akkreditierte Labore erfolgen, die außerdem für die mikrobiologische Untersuchung von Trinkwasser zugelassen sind. Der Nachweis von Legionellen erfolgt mittels eines klassischen mikrobiologischen Verfahrens. Das quantitative Ergebnis wird in „koloniebildenden Einheiten“ (KBE) bezogen auf 100 ml Probe angegeben. Der Technische Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml darf nicht überschritten werden.
» Pfützen springen «

Ein erwachsener Mensch besteht zu ca. 65 Prozent aus Wasser, der Körper eines Babys sogar zu 75 Prozent. Wasser ist im Körper das Lösungsmittel für Mineralstoffe, Spurenelemente sowie für Nahrungsbestandteile und regelt den osmotischen Druck in den Zellen. Mit dem Blut, das zu 90 Prozent aus Wasser besteht, wird lebensnotwendiger Sauerstoff transportiert, aber auch Hormone, Botenstoffe, Vitamine, Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate und andere Nährstoffe. Die wasserreichsten Organe im menschlichen Körper sind das Gehirn und die Muskulatur. Nur mittels Wasser können Zellen und Gewebe repariert werden.
Der Mensch ver liert täglich 2,4 Liter Wasser über Ausscheidungen. Mittels der Verdunstung von Schweiß wird die Körpertemperatur konstant gehalten. Urin und Stuhl fördern Schadstoffe aus dem Körper und die Tränenflüssigkeit hält Netz- und Schleimhäute feucht. Der menschliche Körper kann kaum Wasser speichern und sollte so viel zu sich nehmen, wie er täglich verliert (ca. 1,5 Liter als Flüssigkeit, den Rest mit der festen Nahrung). Nimmt man häufig zu wenig oder zu viel Wasser auf, kann das zu krankhaften Veränderungen führen wie Dehydrierung, Bluthochdruck, Gleichgewichtsstörungen oder Schmerzen im Bauch, Übelkeit und Verstopfung.
» Schweben «

(aus der Bilder-Serie „RAW-Gelände Friedrichshain“)
Trinkwasser ist in Deutschland eines der preiswertesten Lebensmittel. Es ist leicht zugänglich, kostengünstig, stets verfügbar und ohne jegliche Kalorien. Es ist schon da, wenn man den Hahn aufdreht. Ein Liter Wasser legt durchschnittlich 24 Stunden vom Brunnen bis zum Kunden zurück. Der Trinkwasserverbrauch pro Kopf liegt in Berlin bei 114,4 Litern pro Tag, in Brandenburg bei 117,6 Litern.
Leitungswasser enthält verschiedene Mineralien – ein Merkmal, das aufgrund des Namens tendenziell eher dem Mineralwasser zugeschrieben wird. Leitungswasser ist insgesamt hochwertiger als Mineralwasser, da es ungefähr zehnmal so viele Grenzwerte einhalten muss und je nach Marke des Mineralwassers mehr Mineralien enthält.
Die wichtigsten Mineralien im Leitungswasser sind Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. Sie unterstützen den menschlichen Organismus auf vielfältige Art und Weise, stärken die Knochen und fördern den Energiestoffwechsel sowie Muskel- und Nervenfunktionen. Der Geschmack des Leitungswassers hängt zum Teil von der Wasserhärte ab, die maßgeblich von der vorhandenen Menge der beiden Härtebildner Calcium und Magnesium bestimmt wird.
Ab einem Härtegrad von 14 Grad deutscher Härte (kurz: °dH) gilt Wasser als hart. Der größte Teil des Leitungswassers wird in Deutschland aus Grundwasser gewonnen. Die Härtebildner geraten durch Versickerung von Oberflächenwasser über Gesteinsschichten in das Trinkwasser. Da die Gesteinsschichten unterschiedlich sind, ist im Norden Deutschlands das Trinkwasser härter als im Süden. Die Wasserhärte wird bei der Aufbereitung und Abgabe das Leitungswassers durch die Wasserwerke nicht verändert.
» Majestätisch «

(Grönland)
Unsere Erde ist zu 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Wenn die Erde eben wäre, würden die Meere die komplette Erde mit einer Höhe von 3,7 Kilometern Wasser bedecken. Meerwasser ist Salzwasser, das für den menschlichen Verzehr nicht unmittelbar geeignet ist. Es muss erst aufwändig entsalzt und dann behandelt werden. Die Gletscher speichern 75 Prozent des Frischwassers der Erde. Dieses ist für uns trinkbares Wasser. Mit dem trinkbaren Wasser müssen wir sehr sorgfältig umgehen und sollten nichts davon verschwenden oder verschmutzen. Verschmutztes Wasser ist der größte Krankheitsüberträger der Welt. Über 2,2 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an verschmutztem Wasser. Im Haushalt können wir täglich sparsam mit dem Trinkwasser umgehen.
Für ein Vollbad werden zwischen 140 bis 160 Liter Trinkwasser benötigt, für eine Dusche nur 30 bis 50 Liter.
» Duschen «

Biologische Parameter, auf die das Trinkwasser der Verbraucher durch die SLM – Speziallabor für angewandte Mikrobiologie GmbH als Trinkwasseruntersuchungsstelle regelmäßig geprüft wird, sind vorwiegend sog. Index- oder Indikatorparameter, die nicht vorhanden sein dürfen oder auf andere Krankheitserreger hindeuten, die im Wasser vorhanden sein könnten.
Es wird die Gesamtanzahl an Keimen bei der Temperatur, die das Wasser selbst hat und der menschlichen Körpertemperatur bestimmt (22 °C und 36 °C). Es dürfen nicht mehr als 100 davon je Milliliter Trinkwasser vorkommen. Zum Vergleich: Ein Gramm frischer Salat darf eine Million Keime je Gramm enthalten.
Escherichia coli und coliforme Organismen (diese besitzen ähnliche Eigenschaften wie Escherichia coli) sowie intestinale Enterokokken (Darmbakterien bei Menschen und Tieren) dürfen in 100 ml nicht nachgewiesen werden. Pseudomonas aeruginosa (auch „Pfützenkeim“ genannt) darf in 250 ml Trinkwasser, wenn es sich in geschlossenen Behältern befindet, nicht vorhanden sein. Warmwasserkreisläufe, z. B. zum Duschen, werden nach Trinkwasserverordnung auf das Vorhandensein von Legionellen geprüft.